Tom Schulz

Tom Schulz

Contemporary Poetry
German

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Tom Schulz

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You can read this poem in the following translations:

Afscheid van Gomera (Dutch)
Leaving Gomera (English)

Abschied von Gomera

wir ließen die Delfine eine Stunde 
lang tanzen, bevor die Aquafarm
auftauchte, Mezzoclaquere in Agfa
Color, sie zogen an einem Strang und hingen

den Seewolf ins Fenster, er hatte den Hang
zum Schwadronieren, ein Vitalkomplex 
wie wir, die semantisch gefügt, den Oliven
Hainen abdankten, auf der Sehnsuchts

Platine, marinetraurig, geschuppt
ein Süßalgenräuber, Schlammbader 	
in warmen Gefilden, die gleiche Schiene
bis Biarritz, wir Nicht-Schmetterlinge

aus den Salinen, das kommt an dieser 
Stelle gewiss unvermutet, ich möchte 
anstelle der Tiermaske paar Schnurrhaare
dann fauchen, fauchen, fauchen

have Azucar, die Plünderungen von Strand
sie nannten ihn Sand, wenn er einfach 
zerrann, Vorsicht fehlender Standstreifen! 
beim Harpunieren von Spatzen floss

Magma am Himmel, in der Erinnerungsfunktion 
el Teide, waren es verlandete Kakteen
Filialen, die dornenreich zur Sparte der Kalt
Nadelgewächse gehören mussten, sie schmeckten

nach brandigen Kernen, Asbach 68, Hippies 
am Liegenschaftsrand, wir stiegen mit Gummistiefeln 
in den Vorfluter, die Apartmentanlage musste 
das sichere Abschreibungsobjekt sein, von dem 

wir gehört hatten, die Steinbeißer auf Granit
Erde, oder was das war, drehte sich in einer 
Wiederholungsschleife, das Jingle von den Wasser
Elefanten, die über Nacht die Supermarkt

Arche verließen


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© Tom Schulz

unveröffentlichtem Manuskript / unpublished

Audio production: Literaturwerkstatt Berlin 2008